Beispiele für die Aromapflege3 Ätherische Öle und ihr Anwendung in der Aromapflege

Die Aromapflege ist eine wundervoll duftende Möglichkeit, Bewohnern, Patienten und sich selbst etwas Gutes zu tun. Im Beitrag finden Sie Anwendungsbeispiele für Lavendel, Zedernholz und Pfefferminze. Erfahren Sie mehr über die Anwendungsgebiete, Hauptwirkung und mögliche Nebenwirkungen dieser ätherischen Öle.

Aromapflege: Drei praktische Anwendungsmöglichkeiten

Drei praktische Anwendungsmöglichkeiten für die Aromapflege © spyrakot/stock.adobe.com

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Zunächst ist zwischen Aromapflege und Aromatherapie zu unterscheiden:

  • Die Aromatherapie arbeitet mit höheren Dosierungen und bedarf einer Anordnung durch einen Arzt.
  • In der Aromapflege arbeitet man hingegen mit geringeren Dosierungen. Sie darf von Pflegekräften angewendet werden, die dafür ausgebildet oder angeleitet worden sind. Voraussetzung ist, dass der Patient/Bewohner zustimmt und der Arbeitgeber damit einverstanden ist und die Öle zur Verfügung stellt.

Auch zu Hause können ätherische Öle genutzt werden, um zum Beispiel von einem anstrengenden Frühdienst zu entspannen, neue Kraft zu tanken und für sich selbst zu sorgen.

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind leicht flüchtige Stoffe, die aus vielfältigen chemischen Stoffen zusammengesetzt sind, sogenannte Vielstoffgemische. Sie gehören zu den Inhaltsstoffen der Pflanzen und sind für deren Duft verantwortlich. Sie sind hochkonzentriert und müssen gering dosiert werden. Für einen Liter Rosenöl benötigt man zum Beispiel fünf Tonnen Rosenblüten. Sie werden daher nur in seltenen Ausnahmefällen pur angewendet. Da sie sich nicht in Wasser auflösen, braucht man für die Anwendung in der Aromapflege häufig einen Emulgator als Hilfsstoff, zum Beispiel:

  • Fette
  • Salze
  • Eigelb
  • Milch oder Sahne

 

Passend zur Aromapflege: Pflegen Demenz Ausgabe 10/2009

Mehr über die Auswirkungen der Demenz-Erkrankung auf den Riech- und Geschmacksinn erfahren Sie hier:


Über die Sinne erreichen – immer sinnvoll!

pflegen: Demenz Nr. 10/2009

 


Aromapflege: Wie gelangen ätherische Öle in den Körper?

Über die Nase: Wird ein Öl inhaliert, gelangt es über die Schleimhaut zu den darin enthaltenen Riechzellen. Diese haben an ihrem Ende sogenannte Zilien (Riech-Sinneshaare). Jedes dieser Zilien hat verschiedene Einbuchtungen (Rezeptorproteine), die auf einen bestimmten Duft passen.

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Mehr zur Aromapflege: Drei ätherische Öle und ihre möglichen Anwendungsgebiete

Über das Siebbein gelangen die Duftinformationen in den Riechkolben (Bulbus olfactorius). Von dort werden sie in das Limbische System im Mittelhirn weitergeleitet, das unterschiedliche Funktionen hat. Es ist zum Beispiel verantwortlich für Erinnerungen und Emotionen sowie für die Endorphin-Ausschüttung. Auch die Arbeit des vegetativen Nervensystems, das für Atmung, Schlaf, Kreislauf und Ausscheidung zuständig ist, wird von hier gesteuert. Zusätzlich erfolgt beim Riechen eine Aufnahme über die Lunge und über die Lungenbläschen (Alveolen) in den Blutkreislauf.

Aufnahme über die Haut: Da die ätherischen Öle lipophil sind, werden sie gut von der Haut aufgenommen. Sie gelangen über Blut und Lymphgefäße, über Schweiß und Talgdrüsen etc. in wenigen Minuten in den Blutstrom und von dort in die einzelnen Zellen.

Aufnahme über die Schleimhaut: Etwa über eine Mundspülung bei Halsschmerzen.


LITERATUR
Price, S. (2009): Aromatherapie, Praxishandbuch für Pflege-, Kosmetik- und Gesundheitsberufe. Verlag Huber, Bern

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