Gemeinsam für die Interessen der PflegekräfteDie erste Pflegekammerkonferenz

In Berlin haben die drei Landespflegekammern Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein zusammen mit dem Deutschen Pflegerat e.V. (DPR) die Pflegekammerkonferen gegründet. Diese soll die Interessen der mehr als eine Million Pflegefachpersonen auf Bundesebene vertreten. Welche Anliegen der Pflegenden sollen zuerst eingebracht werden? Dürfen die noch zu gründenden Landesvertretungen an der Kammerkonferenz teilnehmen?

(v.l.n.r) Dr. Markus Mai, Patricia Drube, Sandra Mehmecke, Franz Wagner ©Patricia Haas

Die Pflegekammerkonferenz soll als eine Arbeitsgemeinschaft der bereits bestehenden Pflegekammern aktiv an pflege- und gesundheitspolitischen Entscheidungen auf Bundesebene mitwirken. Der Deutsche Pflegerat e.V. soll die Pflegekammern mit berufspolitischen Kompetenzen unterstützen. „Es ist wichtig, Gesetzgebungsprozesse auf Bundesebene im Interesse der Pflegefachpersonen und der Pflegebedürftigen zu beeinflussen“, betonen Sandra Mehmecke, Präsidentin Pflegekammer Niedersachen, Patricia Drube, Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein, Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, und Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates.

Was ist mit den geplanten Pflegekammern in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württenberg? Dürfen diese auch an der Kammerkonferenz teilnehmen?

Alle noch entstehenden Landespflegekammern dürfen an der Pflegekammerkonferenz teilnehmen, wenn sie unabhängig durch Mitgliedsbeiträge finanziert sind und die Mitglieder einen Großteil der Berufsgruppe umfasst. Auch die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften ist erwünscht. Diese können in den Tarifverhandlungen eine Stütze sein. „Nur gemeinsam können wir die Situation der Pflege in Deutschland nachhaltig verbessern“, betonen Mehmecke, Drube, Mai und Wagner.

7 Themen für den Anfang

Für den Beginn hat sich die Pflegekammerkonferenz sieben Punkte auf die Agenda geschrieben. Folgende pflegefachliche Themen und politische Anliegen sollen auf Bundesebene eingebracht werden:

  • KONZERTIERTE AKTION PFLEGE (KAP)
  • PERSONALBEMESSUNG: KRANKENHAUS UND ALTENPFLEGE
  • ENTLOHNUNG: TARIFLOHN IN DER ALTENPFLEGE
  • GEWINNUNG VON PFLEGEKRÄFTEN (AUSLAND UND RÜCKGEWINNUNG AUSGESCHIEDENER PFLEGEFACHPERSONEN) UND REDUZIERUNG TEILZEITQUOTE
  • AUSBILDUNG: GENERALISTIK UND AKADEMISIERUNG
  • INTERPROFESSIONELLE ZUSAMMENARBEIT INKL. DELEGATION UND SUBSTITUTION MIT ERWEITERUNG VERORDNUNGSKOMPETENZ
  • FINANZIERUNG SGB XI

 

Hier gibt es weiter Informationen zur Pflegekammerkonferenz


Quellen: https://pflegekammerkonferenz.bundespflegekammer.de/https://www.pflegekammer-nds.de/pressemitteilungen/pressemitteilung-gemeinsam-stark-fuer-gute-pflege?pk_campaign=newsletter_juni-2019&pk_source=newsletter&pk_keyword=pflegekammerkonferenz

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